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rossi
, aldo
[*1931, mailand, italien] architekt, designer, publizist, dozent
er zählt zu den großen architekten der postmoderne. mit seinem buch
"die architektur der stadt" [1966] gab r. wesentliche impulse für die
"nachmoderne" architektur. durch seine konzentration auf archaisch reduzierte, geometrische grundformen definierte er einen neuen ansatz der gestaltung, jenseits von organischer architektur auf der einen seite und
funktionalismus auf der anderen. seine radikal einfachen, dennoch skulpturalen entwürfe, parallel zur
minimal art, entfachten eine neue diskussion um die symbolische bedeutung der architektur, über nutzen und effizienz hinaus. eines seiner frühen und zugleich kristallinsten und elementarsten werke ist der rathausplatz und gedächtnisbrunnen [1965] in segrate bei mailand: ein kubus, ein zylinder und ein prisma aus beton sind sensibel zueinander gruppiert. zu den wichtigen projekten zählt auch der friedhof von san cataldo, modena [ab 1971], der die anmutung einer archaischen tempelanlage ausstrahlt; sowie das monumentale hotel
"il palazzo" [1989], fukuoka, japan. nicht zuletzt wegen dieser arbeit wurde r. mit dem höchsten architekturpreis, dem pritzker preis, ausgezeichnet. neben seiner architektonischen arbeit hat sich r. mit möbel
und gebrauchsgüter-design einen namen gemacht. besonders erwähnenswert sind eine klassisch schlichte möbelserie für
molteni [1989], die espressokanne "la cupola" für cassina
[1984] sowie die taschen- oder armbanduhr
"momento" [1987], beide für alessi.
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